VICAR
13.09.2018, 07:51

Im stationären Handel werden während des Einkaufs - gegensätzlich zum Onlinehandel - keine individuellen Daten über das persönliche Einkaufsverhalten der Kunden gesammelt. Ausschließlich Kundenkarten bieten eine individuelle Informationsquelle, welche jedoch erst am Ende des Einkaufs mit neuen Daten ergänzt wird.
Es ist einer der großen Vorteile des Onlineshoppings: Daten werden automatisch gespeichert, sodass neue Produkt- oder Serviceangebote jedem Kunden individuell angepasst werden können. Demnach fehlt dem stationären Handel die Option für personalisierte Dienstleistungen: ein großer Nachteil.
 
 
Das neue Projekt VICAR wird diesen Nachteil aufarbeiten.
 
 
Ein Software-Tool soll in Echtzeit durch Videoaufnahmen den Einkaufsweg der Kunden im Geschäft analysieren. Ein System, dass durch Videoüberwachung Daten analysiert, wird bereits bei AmazonGo eingesetzt - der Beweis für das Potential des Verfahrens. Die Analysen werden von Machine Learning Algorithmen durchgeführt, durch prognostizierende Algorithmen sollen dem Kunden auf dem Weg durch den Supermarkt andere Dienstleistungen angeboten werden. So soll den Marktlücken, wie beispielsweise der adaptierten Werbung, im stationären Handel entgegengewirkt werden.
 
 
Dieses Projekt wird mit dem AWS-Institut für digitale Produkte und Prozesse gGmbH, der IS Predict GmbH und der Schirra IT e.K. durchgeführt. Zudem werden datenschutzrechtliche Belange durch die Rechtsanwaltskanzlei Dury geprüft. Neben unserem Partnern Globus SB-Warenhaus Holding GmbH & Co. KG wird Stein Promotions GmbH die Arbeiten des Projekts als assoziativer Partner begleiten.